{"id":534,"date":"2026-09-07T00:16:25","date_gmt":"2026-09-07T00:16:25","guid":{"rendered":"https:\/\/premiumpeptide.shop\/research\/compounds\/thymosin-alpha-1\/"},"modified":"2026-09-07T00:16:25","modified_gmt":"2026-09-07T00:16:25","slug":"thymosin-alpha-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/premiumpeptide.shop\/en\/research\/compounds\/thymosin-alpha-1\/","title":{"rendered":"Thymosin Alpha-1"},"content":{"rendered":"<p>Thymosin Alpha-1 ist ein acetyliertes Polypeptid aus 28 Aminos\u00e4uren. Diese Seite fasst Struktur, analytische Identifizierung und Dokumentationsaspekte zusammen.<\/p>\n<h2>Was ist Thymosin Alpha-1?<\/h2>\n<p>Thymosin Alpha-1 (h\u00e4ufig als T-alpha-1 oder Talpha1 abgek\u00fcrzt) leitet sich vom Vorl\u00e4uferprotein Prothymosin Alpha ab. Die Sequenz lautet in Einbuchstabencode Ac-SDAAVDTSSEITTKDLKEKKEVVEEAEN, wobei der N-Terminus acetyliert ist. Die mittlere Molek\u00fclmasse liegt bei etwa 3108 Da. Im Handel liegt die Verbindung \u00fcblicherweise als lyophilisiertes Pulver vor.<\/p>\n<p>Analytisch pr\u00e4gend sind drei Eigenschaften: Die Sequenz enth\u00e4lt keinen einzigen aromatischen Rest, sie ist durch zahlreiche Aspartat- und Glutamatreste stark sauer, und die N-terminale Acetylierung ist ein definierendes Strukturmerkmal. Alle drei Punkte haben unmittelbare Konsequenzen f\u00fcr Detektion und Identit\u00e4tspr\u00fcfung.<\/p>\n<h2>Research context<\/h2>\n<p>Thymosin Alpha-1 wird seit den 1970er-Jahren in der immunologischen Grundlagenforschung beschrieben und ist eines der am l\u00e4ngsten untersuchten Thymuspeptide. Der regulatorische Status unterscheidet sich international; in der Europ\u00e4ischen Union besteht keine allgemeine arzneimittelrechtliche Zulassung. F\u00fcr analytische Fragestellungen ist relevant, dass in Katalogen sowohl acetylierte als auch nicht acetylierte Varianten zirkulieren. Da beide Formen dieselbe Aminos\u00e4uresequenz besitzen und sich nur um etwa 42 Da unterscheiden, ist die Massenbest\u00e4tigung hier kein formaler Zusatz, sondern das eigentliche Identit\u00e4tskriterium.<\/p>\n<h2>Analytical identification<\/h2>\n<p>The usual characterisation combines two orthogonal methods:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>RP-HPLC<\/strong>: Auf einer C18-Phase eluiert Thymosin Alpha-1 wegen der hohen Polarit\u00e4t und der stark sauren Reste vergleichsweise fr\u00fch; flache Gradienten und ein saurer Modifier verbessern die Peakform. Die Detektion erfolgt zwingend im niedrigen UV-Bereich bei 214 bis 220 nm \u00fcber die Peptidbindung, da weder Tryptophan noch Tyrosin oder Phenylalanin vorhanden sind. Eine Angabe auf Basis von 280 nm ist f\u00fcr diese Verbindung nicht bewertbar. Die acetylierte und die freie Form unterscheiden sich in der Retention und lassen sich bei geeigneten Bedingungen chromatographisch trennen.<\/li>\n<li><strong>LC-MS or ESI-MS<\/strong> zur Best\u00e4tigung der Molek\u00fclmasse und des Acetylierungsstatus. Im positiven Elektrospray-Modus treten mehrfach geladene Ionen auf, das zweifach geladene Ion liegt bei rund m\/z 1555, das dreifach geladene bei rund m\/z 1037. Wegen der stark sauren Sequenz liefert der negative Modus h\u00e4ufig ebenfalls ein gut auswertbares Signal. Ma\u00dfgeblich ist die dekonvolutierte Masse.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu beachten ist, dass die Sequenz mehrere Asparagin- und Aspartatpositionen enth\u00e4lt. Asparagin kann zu Aspartat deamidieren, was sich als Massenzunahme um etwa 1 Da zeigt und massenspektrometrisch nur bei ausreichender Aufl\u00f6sung sicher erkennbar ist. Aspartatreste k\u00f6nnen \u00fcber Succinimid-Zwischenstufen isomerisieren; die entstehenden Isoformen sind massengleich und ausschlie\u00dflich chromatographisch, nicht massenspektrometrisch zu trennen.<\/p>\n<h2>Purity and analytical interpretation<\/h2>\n<p>Eine HPLC-Reinheitsangabe beschreibt den Fl\u00e4chenanteil des Hauptpeaks am detektierten Gesamtsignal unter definierten Bedingungen. Sie beschreibt nicht den Peptidgehalt und erfasst keine Bestandteile, die unter den gew\u00e4hlten Bedingungen nicht detektiert werden. Bei Thymosin Alpha-1 ist zus\u00e4tzlich zu ber\u00fccksichtigen, dass eine hohe Fl\u00e4chenreinheit nichts \u00fcber den Acetylierungsstatus aussagt: Eine vollst\u00e4ndig nicht acetylierte Charge kann chromatographisch als sauberer Einzelpeak erscheinen. Erst die Kombination aus Chromatogramm und Massenbest\u00e4tigung erlaubt eine Aussage zur Identit\u00e4t.<\/p>\n<h2>Documentation and batch traceability<\/h2>\n<p>Analytische Dokumentation ist nur dann aussagekr\u00e4ftig, wenn sie einer konkreten Charge zugeordnet ist und die Messbedingungen offenlegt. Bei dieser Verbindung geh\u00f6rt die dekonvolutierte Masse zwingend zu einer nachvollziehbaren Dokumentation, weil die Identit\u00e4t sonst nicht von der nicht acetylierten Variante unterscheidbar ist.<\/p>\n<h2>Storage and Stability<\/h2>\n<p>Lyophilisierte Peptide sind im trockenen, lichtgesch\u00fctzten Zustand deutlich stabiler als in L\u00f6sung. F\u00fcr Laborbest\u00e4nde sind Lagerung bei minus 20 Grad Celsius, Schutz vor Feuchtigkeit und Licht sowie das Vermeiden wiederholter Frier-Tau-Zyklen \u00fcbliche Praxis. Asparagin- und aspartatreiche Sequenzen sind in w\u00e4ssriger L\u00f6sung besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Deamidierung und Isomerisierung.<\/p>\n<h2>Further research resources<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/premiumpeptide.shop\/en\/research\/hplc-peptide-analysis\/\">HPLC in peptide analysis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/premiumpeptide.shop\/en\/research\/lc-ms-peptide-analysis\/\">LC-MS in peptide analysis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/premiumpeptide.shop\/en\/research\/understanding-peptide-purity\/\">Peptidreinheit richtig verstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/premiumpeptide.shop\/en\/research\/how-to-read-a-coa\/\">How to read a Certificate of Analysis (COA)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/premiumpeptide.shop\/en\/certificates\/\">Analysis and certificates<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Associated catalogue products<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/premiumpeptide.shop\/en\/shop\/thymosin-alpha-1\/\">Thymosin Alpha-1<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>This page serves exclusively as scientific and analytical information. It contains no dosage, application or treatment instructions. Products are not intended for use in humans or animals.<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thymosin Alpha-1 ist ein acetyliertes Polypeptid aus 28 Aminos\u00e4uren. Diese Seite fasst Struktur, analytische Identifizierung und Dokumentationsaspekte zusammen. Was ist Thymosin Alpha-1? Thymosin Alpha-1 (h\u00e4ufig als T-alpha-1 oder Talpha1 abgek\u00fcrzt) leitet sich vom Vorl\u00e4uferprotein Prothymosin Alpha ab. Die Sequenz lautet in Einbuchstabencode Ac-SDAAVDTSSEITTKDLKEKKEVVEEAEN, wobei der N-Terminus acetyliert ist. 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